Rechtslage

 

In einer neuen Anpassung wurde, gemäß Trinkwasserverordnung 2001, in der aktuellen Novellierung vom 05.12.2012, der Höchstwert für Blei in Trinkwasserleitungen, zum 01.12.2013, drastisch gesenkt.


Ziel ist es, die Verbraucher besser vor einer gesundheitsschädlichen Aufnahme von Blei mit dem
Trinkwasser zu schützen.


In welchen Häusern können noch Bleirohre sein?


Häuser, die nach 1973 errichtet wurden, sind nicht betroffen. Seit dieser Zeit wurden in ganz Deutschland keine Bleirohre mehr verwendet.


Es sind längst nicht alle vor 1973 gebauten Häuser betroffen, weil auch dort früher häufig andere
Materialien (z. B. Kupfer oder verzinkter Stahl) verwendet wurden.

 

Neue Grenzwerte

 

vor 01.12.2003 0,040 mg/l         ab 01.12.2003 0,025 mg/l         ab 01.12.2013      0,010 mg/l

 

 

Wie kann festgestellt werden, ob Trinkwasserrohre noch aus Blei sind?

 

Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

Befragung des Hauseigentümers
Kontrolle der sichtbaren Leitungen, z. B. im Keller vor und hinter dem Wasserzähler
(Bleileitungen sind im Gegensatz zu Kupfer- oder Stahlleitungen weicher. Sie lassen sich mit
einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheinen silbergrau.)

Messung des Bleigehalts im Wasser.

 

Bei der Messung des Bleigehalts im Trinkwasser wird eine sogenannte Stagnationsbeprobung durchgeführt.

 

Ablauf der Beprobung:

 

1. Ablaufprobe

Zur Entnahme der Ablaufprobe wird an der Zapfstelle das Wasser ca. 5 Minuten (bis zur
Temperaturkonstanz) ablaufen gelassen. Nach dieser Zeit wird aus dem fließenden Wasser
eine Probe von 1 l Volumen entnommen. Zugleich wird die Wassertemperatur mit einem
Digitalthermometer gemessen und notiert. Die so genommene Probe spiegelt die vom
Wasserversorger angelieferte Trinkwasserqualität wider. Man bezeichnet die Ablaufprobe als
Probe S0.
 
2. Erste Stagnationsprobe

Nach mindestens 4 Stunden wird ohne weiteren Ablauf eine weitere Probe von 1 l Volumen
entnommen. Die Konzentrationen in dieser Probe spiegeln den Einfluss der Entnahme-
apparatur (wichtig z. B. bei Blei und Nickel) und der Hausinstallation auf die Trinkwasser-
qualität wider. Man bezeichnet die erste Stagnationsprobe als Probe S1.
 
3. Zweite Stagnationsprobe
 
Die zweite Stagnationsprobe wird direkt (d. h. sofort, ohne Zwischenablauf) nach der ersten
Stagnationsprobe genommen. Es wird wieder ein Probevolumen von 1 l entnommen.
Die Konzentrationen der zweiten Stagnationsprobe umfassen den Einfluss der übrigen
Hausinstallation auf die Trinkwasserqualität. Man bezeichnet die zweite Stagnationsprobe

als Probe S2.

 

Preisliste 2018 für Stagnationsproben auf BLEI

 
Probeentnahme durch einen DWA-zertifizierten Probeentnehmer,
inkl. An- und Abfartskosten zur Anlage innerhalb des 25 KM Radius.
Preis für 3 Proben (S0,S1,S2)

52,50 €
zuzgl. 19% Mehrwertsteuer
62,48 €
 
 

 

 

Nachweis und Bestimmung von BLEI  in Wasserproben
durch ein akkreditiertes Labor inkl. Ergebnisprotokoll
Preis pro Stagnationsanalyse (3-Werte)



 

 

Gesamtpreis für die Stagnationsbeprobung
inkl. 19% Mehrwertsteuer

                           85,80 €
zuzgl. 19% Mehrwertsteuer
102,10 €
       

 

 

 

164,58 € inkl. 19% MwSt.

 

 

Anrufen

E-Mail

Anfahrt