Was sind Legionellen ?

 

Sie kommen weltweit in Süßwasser vor:

 

Im Grundwasser und im Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser (auch von Kühltürmen, Rückkühlern und Autowaschanlagen) und auch im Trinkwasser kann man sie zum Beispiel finden.

 

In warmem Wasser können sie sich gut vermehren. Deshalb sind Warmwasseranlagen, aber auch Klimaanlagen, Schwimmbäder und Whirlpools besonders anfällig für eine Besiedlung durch Legionellen und können zur Infektionsquelle werden.

 

Vermehrung von Legionellen

 

Legionellen gelangen über das Kaltwasser in das Verteil- und Zirkulationsnetz, in der Regel jedoch in Konzentrationen, die für den menschlichen Organismus nicht gesundheitsgefährdend sind.

 

• Legionellen vermehren sich in Temperatur- bereichen von 25°C – 50°C.
• Am schnellsten vermehren sich Legionellen im Temperaturbereich von 36°C – 46°C  (Verdopplung der Keimzahl alle 2,8 Stunden)

 

Im Wasser lebende Amöben verzehren Legionellen. Diese entziehen sich dem Verdauungsmechanismus der Amöbe und vermehren sich in der Zelle. Zahlreiche Legionellen werden beim Platzen der Amöben freigesetzt.

 

Übertragungswege

 

Gewöhnlich verursachen die Bakterien keine Beschwerden, wenn sie verschluckt werden.
Gelangen die Erreger jedoch durch Wassertröpfchen oder Sprühnebel (Aerosol) in die Lunge, können sie Probleme bereiten.

 

Leichter Verlauf - „Pontiac Fieber“

 

Pontiac-Fieber beginnt etwa ein bis zwei (selten bis zu fünf) Tage, nachdem die Erreger in den Körper gelangt sind. Es kommt zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Halsschmerz, Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen.

 

Das Pontiac-Fieber führt jedoch nicht zu einer Lungenentzündung (Pneumonie).

 

Die Betroffenen erholen sich üblicherweise innerhalb weniger Tage wieder vollständig. Eine spezielle Therapie ist meistens nicht nötig.

Schwere Verläufe sind die Ausnahme. Der Name geht auf den US-amerikanischen Ort Pontiac zurück, an dem es zu einer  Häufung von Krankheitsfällen kam.

 

Schwerer Verlauf – mit Lungenentzündung (Legionärskrankheit)

 

Die ersten Symptome der Legionärskrankheit zeigen sich etwa zwei bis zehn Tage nach der Infektion. Oft beginnt die Krankheit relativ plötzlich – mit Unwohlsein, Fieber bis zu 40 Grad Celsius, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, Reizhusten, Brustschmerzen und Atemnot.


In einigen Fällen kommt es außerdem zu Bauchschmerzen mit Durchfällen und Erbrechen.
Wenn das Nervensystem von der Legionellose betroffen ist, so ist der Erkrankte eventuell benommen und verwirrt. 

 

Bei der Legionärskrankheit entwickelt sich eine gefährliche Lungenentzündung, die sich über weite Teile der Lunge ausbreiten kann. Vor allem bei chronisch Kranken und abwehrgeschwächten Patienten kann sie lebensbedrohlich werden, oft mit tötlichem Ausgang.

 

Der Nachweis von Legionellen ist meldepflichtig.

 

STATISTIK

 

Die Sterblichkeit liegt bei ambulant erworbenen Lungenentzündungen insgesamt bei 6 bis 8%. Damit handelt es sich um die sechst häufigste Todesursache.


Der Anteil der durch Legionellen verursachten Lungenentzündungen liegt bei

etwas über 4 %. Das wären etwa 32.000 Erkrankungen im Jahr durch Legionellen.

 

Bei 6 % mit Todesfolge wären das 1920 Fälle im Jahr.

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